EINE WANDERUNG AN MEINE BELASTUNGSGRENZE

Am Ende hatte ich nur noch Schmerzen. Starke Schmerzen aber das war nichts im Gegensatz zu diesem unglaublich guten Gefühl.

Gestern Morgen bin ich in Bensberg losgewandert. Wie so oft wollte ich an meine Lieblingsorte im Königsforst und in der Wahner Heide. Eine Freundin schrieb mir noch, bis wo ich wandern würde - ich hatte kein Ziel und schrieb nur: "Mal sehen wie weit meine Füße mich tragen"

Als ich 10 Stunden später, nach ca. 60.000 Schritten und 42 km am Bonner Hbf angelangt war, konnte ich es selbst nicht glauben. Ich bin einen Marathon gewandert, ohne dass ich Morgens das Ziel hatte dies zu tun. Nach 30 km war ich eigentlich an meinem Wunschziel Siegburg angelangt und meine Füße & Waden machten auch langsam schlapp aber dann stand da dieses Schild 12 km - Bonn. Der Marathon - Ehrgeiz packte mich.

Und ich muss sagen, diese letzten 12 km waren alles andere als gemütlich. Immer wieder musste ich Gott bitten, mir meine Schmerzen zu mildern und mich weiter zu ermutigen. Und das klappte echt gut. Oft verlor ich die Orientierung und ich wusste nicht, wohin ich laufen musste. Mein Handy war bereits in Siegburg ausgegangen und mit den letzten 6% Akku, der innerhalb einer Minute (warum auch immer) aufgebraucht war versuchte ich mir die Google Maps Strecke einzuprägen.

Ich war so oft davor abzubrechen, einen Bus oder eine Bahn zu nehmen aber ich lief weiter. 5 km vor dem Ziel hatte ich eine echte Durststrecke aber dann erinnerte ich mich an ein Ereignis vom Vortrag. Als ich im Park spazieren war sah ich einen kleinen Jungen mit Laufrad, der nur mühsam bis gar nicht den Berg hinauf kam. Anstatt den Jungen zu schieben feuerte ihn seine Mutter unermüdlich an, bis er es schaffte. Und als ich daran dachte, bekam ich neue Energie, denn ich hatte das Gefühl, dass hinter mir Jesus stand und mich unermüdlich anfeuerte die letzen Kilometer Schritt für Schritt zu gehen. Der Gedanke überflügelte mich so sehr, dass ich plötzlich sogar einfache Passanten in der Stadt überholte.

Da mein Handy, wie gesagt ausging, kann ich euch nichts beweisen. Was bleibt ist eine für mich stärkende Marathon-Wanderung mit Jesus.



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